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Baustellenplanung

Wie aus dem Ortsbeirat Schierstein Anfang 2017 zu hören ist, nutzen die Lkws, die zur HSK-Neubau-Baustelle fahren, zunehmend die Freudenbergstraße statt die Stegerwaldstraße. Das bedeutet eine zusätzliche Lärmbelastung für die Anwohner des Veilchenwegs und der Freudenbergstraße. Was tun Sie dagegen?

Unser Ziel ist es, dass die Anwohner so wenig wie möglich von den Baumaßnahmen beeinträchtigt werden. Daher haben wir dem Rohbau-Unternehmer eine Route empfohlen, die durch so wenige Wohngebiete wie möglich führt. Zudem gibt es feste Anlieferzeiten, die vertraglich geregelt sind, an die wir uns strikt halten und deren Einhaltung wir auch unseren beauftragten Unternehmen abfordern. Ebenfalls werden natürlich hinsichtlich des Lärmaufkommens sämtliche Vorgaben und Regelungen, die den Schallschutz in Wohngebieten und Ähnliches betreffen, vollständig eingehalten. Die entsprechende Überwachung wird von uns gewährleistet und erfolgt regelmäßig. Und dennoch bringt der Neubau der Helios HSK als derzeit größtes Bauprojekt der Stadt leider während der Bauzeit einen für eine solche Baustelle normalen Baustellenverkehr mit sich. Natürlich ist es unser Ziel, die damit verbundenen Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Daher stehen wir in Kontakt mit den Anwohnern und sind bei Fragen und Wünschen stets ansprechbar. Überall dort, wo es möglich ist, nehmen wir Anregungen für unsere aktuelle Baustellenplanung auf, entwickeln Lösungen und schaffen Abhilfe. Nach den Osterferien werden wir zur dritten Baustellensprechstunde einladen und mit regelmäßigen Führungen über die Großbaustelle starten. Diese Angebote sind sehr gute Gelegenheiten, um sich persönlich auszutauschen und Fragen und Meinungen aktiv einzubringen. Wir informieren alle Interessierten gerne über die Abläufe und nächsten Baufortschritte informieren.

Während der Erdarbeiten haben sich die Lkw-Fahrer wohl zumeist an die Route über die Stegerwaldstraße gehalten. Was hat sich jetzt im März 2017 geändert?

Selbstverständlich achten wir bei allen Andienungen auf eine optimale und belastungsminimierende Verkehrsführung. So wurde der Erdaushub hauptsächlich in Deponien gefahren, die über die Autobahn A 66 zu erreichen waren. Jetzt sind wir in der Rohbauphase, und es wird dafür Beton von den regionalen Anbietern Dyckerhoff und Heidelberger angefahren. Bei diesen Anfahrten stehen wir vor der zusätzlichen Herausforderung, dass der Beton in der Trommel nicht länger als eineinhalb Stunden verwendbar ist. Dem muss in bestimmten Fällen auch bei der Wegeführung Rechnung getragen werden. Als Auftraggeber können wir zudem den anliefernden Unternehmen keine verpflichtenden Vorgaben zur Wegeführung machen. Diese nutzen das vorhandene öffentliche Straßennetz. Selbstverständlich berücksichtigen die Anlieferer dabei sämtliche Regelungen der Straßenverkehrsordnung und alle anderen gesetzlichen Vorgaben. Natürlich sind wir in allen Fällen darauf bedacht, Belastungen in den umliegenden Wohngebieten so weit als möglich zu vermeiden. Soweit dies möglich und logistisch sinnvoll ist empfehlen wir unseren Anlieferern diejenigen Andienungsrouten, welche die Belastung für das Umfeld bestmöglich minimieren.

Wie ist der aktuelle Stand in den Verhandlungen mit der Stadt und dem Parkplatzbetreiber bezüglich der geplanten Zufahrt über die Ludwig-Erhard-Straße und wann ist mit einem Ergebnis zu rechnen?

Gemeinsam haben wir uns mit dem Umweltamt, dem Stadtplanungsamt und der EGW Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden über die Zufahrt Ludwig-Erhard-Straße geeinigt. Die vereinbarte, angepasste Planung für unsere künftige Zufahrt zur Notaufnahme ist bereits bei den zuständigen Stellen eingereicht. Diese Notaufnahmezufahrt wird dann ebenfalls als Baustellenzufahrt genutzt, genau so, wie wir es von Anfang an geplant und den Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt hatten. Für unsere Nachbarn und die Anwohner bedeutet dies, dass die Zufahrt über den Veilchenweg kaum benötigt wird.

Aktuell haben wir daher parallel erneut die Ausschreibung für die dafür erforderliche Straßenbauarbeit angestoßen, so dass wir im Juli 2017 den Auftrag an den Straßenbauer vergeben können. Wenn alles planmäßig läuft und die Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde bis Juli 2017 vorliegt, gehen wir derzeit davon aus, dass diese neue Baustellenzufahrt im Herbst 2017 fertig ist. Mit dem Parkplatzbetreiber stehen wir nach wie vor in Verhandlungen.

Wie genau wird diese Zufahrt über die Ludwig-Erhard-Straße dann verlaufen und wird dafür eine Änderung des Bebauungsplans notwendig sein?

Die Zufahrt wird entlang des bestehenden Parkplatzes verlaufen. Eine Änderung des B-Plans bedarf es nicht, da wir für den Eingriff in einen schmalen Streifen der gesamten Pflanzfläche bereits Zustimmung vom Umweltamt signalisiert bekommen haben.

Warum wurde bereits mit Baumfällarbeiten entlang der geplanten Zufahrt begonnen?

Umweltschutz hat bei dem Neubauprojekt hohe Priorität. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, haben wir von Anfang an eng mit dem Umweltamt zusammengearbeitet und umweltverträgliche Lösungen entwickelt. Die Bäume, die sich an der Ludwig-Erhard-Straße befinden, sind eine der wenigen Pflanzen, die im Zuge der Baumaßnahmen weichen müssen. Alle Arbeiten wurden in Abstimmung mit Umweltamt, Baumgutachtern und allen sonstigen relevanten Stellen durchgeführt: So hat das Umweltamt nach der erzielten Einigung mit den Ämtern zur Zufahrt über die Ludwig-Erhard-Straße um einen rechtzeitigen Fäll- und Rodungsantrag gebeten, um die Brutzeit ab Anfang März zu beachten. Dem haben wir selbstverständlich Rechnung getragen. Die Arbeiten wurden dann genehmigt und konnten so rechtzeitig vor der Brutzeit abgeschlossen werden. Der Zeitplan für den Bau der Straße hat dadurch keine Verzögerung erhalten. Alle genehmigten gefällten Bäume werden an einer anderen Stelle in den Grünanlagen innerhalb des Krankenhausgeländes wieder gepflanzt. Auch der Bestand auf dem Baufeld wird kontinuierlich gepflegt und vor Beschädigungen geschützt. Wenn der HSK-Neubau im Jahr 2020 fertiggestellt ist, werden wir auf dem Gelände mehr Bäume und Pflanzen haben als zuvor.

Wann findet der nächste Runde Tisch zum Thema „Veilchenweg“ statt?

Das primäre Ziel des Runden Tisches, eine einvernehmliche Einigung über die Zufahrt zu finden, konnte unter Beteiligung aller Teilnehmer des Runden Tisches erreicht werden. Als Krankenhaus sind wir nur ein Teil des Runden Tisches, der auf Einladung der EGW Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden tagt. Im Laufe der Gespräche mit den städtischen Ämtern konnten wir uns rasch auf eine Lösung einigen. Das Ziel des Runden Tisches ist damit erreicht und wir werden das Ergebnis bei der zweiten Sitzung am 09. Mai 2017 gemeinsam mit den Ortsbeiräten vorstellen.

Wie wird die Baustellenzufahrt geregelt?

Bereits Anfang Oktober 2016 haben sich die Geschäftsführung der Helios HSK und Vertreter des Dotzheimer und Schiersteiner Ortsbeirates sowie der Siedlergemeinschaft zu einem Runden Tisch getroffen, um den Baustellenverkehr zu besprechen. Um die Anwohner des Unteren Veilchenweges zu entlasten, soll auch über alternative Zufahrtswege zur Baustelle nachgedacht werden.

Wo kann man sich über die Baustelle erkundigen?

Die Helios HSK bieten regelmäßige Baustellen-Sprechstunden für die Anwohnerschaft an. Auch über eine Baustellen-Hotline (Telefon 0611 433999) können Fragen gestellt oder Hinweise gegeben werden.

Aus welchem Grund läuft der Baustellenverkehr zurzeit über den Veilchenweg und nicht über die Ludwig-Erhard-Straße?

Für eine Baustellenzufahrt über die Ludwig-Erhard-Straße müsste ein Teil des Parkplatzes wegfallen, der jedoch bis zum Jahr 2029 verpachtet ist. Die Gespräche mit dem Betreiber laufen derzeit.

Wie sehen die Parkplatzmöglichkeiten während und nach der Bauzeit aus?

Es können nach wie vor alle Parkplätze genutzt werden, die direkt bis an das Baufeld angrenzen. Die Parkplätze bleiben an der heutigen Stelle, wobei es in Zukunft möglich sein wird, Patientinnen und Patienten über eine eigene Zufahrt direkt bis an die Klinik zu bringen.

Wird es Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr geben?

Momentan sind keine Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr bekannt.

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